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Folge 8: Meine 3 Mindshifts zum Thema Perfektionismus

By Jessica Heinrich

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Perfektionismus überwinden: 3 Mindshifts, die deine Perspektive verändern können

Kennst du das Gefühl, dass etwas noch nicht gut genug ist, um damit nach draußen zu gehen? Vielleicht möchtest du ein neues Projekt starten, dich mit deinem Business zeigen oder eine Idee endlich umsetzen, aber vorher müsste die Website noch besser werden, du bräuchtest noch mehr Wissen oder müsstest selbst noch ein Stück weiter sein. Genau hier zeigt sich Perfektionismus häufig viel subtiler, als wir zunächst denken. In dieser Podcastfolge teile ich drei Mindshifts, die dir helfen können, Perfektionismus zu überwinden und anders auf Fehler, Wissen und deinen eigenen Anspruch an dich selbst zu schauen.

Hinter Perfektionismus steckt häufig die Angst zu scheitern oder von anderen für das eigene Ergebnis bewertet zu werden. Deshalb versuchen wir, uns möglichst gut vorzubereiten und alle Eventualitäten auszuschließen. Das Problem dabei ist, dass der perfekte Zeitpunkt irgendwann überhaupt nicht mehr kommt. Wenn du wartest, bis deine Website perfekt, dein Angebot vollständig ausgereift oder dein Wissen lückenlos ist, kann es passieren, dass du niemals wirklich startest. Der erste wichtige Mindshift lautet deshalb: Wir lernen durch Erfahrungen und nicht dadurch, dass wir jede Erfahrung im Voraus verhindern. Gerade im Human Design wird das bei Menschen mit einer dritten Profillinie besonders sichtbar, denn die Linie 3 im Human Design ist stark mit Lernen durch Ausprobieren, Erfahrungen und Neuorientierung verbunden. Aber unabhängig vom Profil gilt: Entwicklung braucht die Möglichkeit, etwas zu versuchen.

Ein zweiter Ausdruck von Perfektionismus begegnet uns häufig beim Thema Wissen. Vielleicht kennst du den Gedanken, dass du erst noch diese Ausbildung absolvieren, jenes Buch lesen oder eine weitere Weiterbildung machen musst, bevor du wirklich etwas weitergeben kannst. Natürlich ist fundiertes Wissen wichtig, besonders wenn wir andere Menschen professionell begleiten möchten. Trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen echter Weiterbildung und dem permanenten Gefühl, noch nicht genug zu wissen. Genau deshalb ist auch in meiner Human Design Coaching Ausbildung die Verbindung zwischen fundiertem Wissen und praktischer Anwendung so wichtig. Es geht nicht darum, jede Definition auswendig zu können, bevor du beginnen darfst, sondern das Gelernte Schritt für Schritt anzuwenden, Erfahrungen zu sammeln, zu reflektieren und dadurch immer sicherer zu werden.

Der dritte Mindshift geht noch tiefer, denn Perfektionismus richtet sich nicht nur auf unsere Arbeit, sondern häufig auch auf uns selbst. Wir glauben, noch erfolgreicher, disziplinierter, schöner, gelassener oder selbstbewusster werden zu müssen, bevor wir wirklich zufrieden sein dürfen. Damit entsteht allerdings ein Ziel, das wir niemals vollständig erreichen können, denn es wird immer etwas geben, das wir vermeintlich noch verbessern könnten. Selbstoptimierung kann so zu einem endlosen Kreislauf werden, in dem wir permanent an uns arbeiten und trotzdem nie das Gefühl haben anzukommen.

Genau an dieser Stelle finde ich Human Design besonders wertvoll. Deine Human Design Chart kann dir helfen, deine eigene Energie, deine Stärken und auch die Bereiche besser zu verstehen, in denen du besonders anfällig für äußere Erwartungen und Konditionierungen bist. Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht weiterentwickeln sollen. Es verändert vielmehr den Ausgangspunkt: Entwicklung muss nicht aus dem Gedanken entstehen, dass mit dir etwas nicht stimmt.

Diese Haltung ist auch ein zentraler Teil meiner Human Design Coaching Ausbildung. Wir lernen dort nicht nur Typ, Strategie, Autorität, Center, Profile, Tore und Kanäle zu analysieren, sondern Human Design mit Coaching und Embodiment zu verbinden. Denn wenn wir andere Menschen begleiten, sollte es nicht darum gehen, aus ihnen eine optimierte Version ihrer selbst zu machen, sondern ihnen dabei zu helfen, ihre eigene Energie besser zu verstehen und tatsächlich zu verkörpern.

Vielleicht beginnt Perfektionismus loszulassen deshalb mit einem überraschend einfachen Gedanken: Du musst nicht perfekt handeln, um wertvoll zu sein. Du darfst ausprobieren, Erfahrungen sammeln, deine Meinung verändern und unterwegs lernen. Manchmal ist genau das Unperfekte der Schritt, der dich überhaupt erst weiterbringt.

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