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Folge 9: Me-Time, Mut und Projektoren im Business – Interview mit Jessica Hackethal

By Jessica Heinrich

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Human Design Projektor im Business: Me-Time, Mut und der eigene Weg – Interview mit Jessica Hackethal

Wie kannst du ein eigenes Business aufbauen, ohne deine Energie permanent zu übergehen, und was braucht es, um einem inneren Ruf tatsächlich zu folgen? Darüber spreche ich in dieser Interviewfolge mit Jessica Hackethal von Jessis Yoga Tribe. Jessica ist Yogalehrerin, Yoga-Lifestyle-Mentorin und im Human Design Projektorin. Im Interview sprechen wir über ihren Weg aus dem klassischen Arbeitsleben, ihre Selbstständigkeit, das Reisen, bewusste Me-Time und darüber, warum Mut manchmal nur wenige Sekunden dauern muss.

Jessicas eigener Weg verlief keineswegs geradlinig. Yoga begleitete sie zunächst immer wieder als Ausgleich zum Alltag, bevor eine Weltreise vieles veränderte. Unterwegs wurde die eigene Yogapraxis intensiver und irgendwann entstand der Wunsch, Yoga nicht nur für sich selbst zu praktizieren, sondern tiefer zu verstehen und weiterzugeben. Interessanterweise waren es auch andere Menschen, die ihr spiegelten, wie besonders sie ihre Art zu unterrichten und ihre ruhige Präsenz empfanden. Gerade aus Human-Design-Perspektive ist das spannend, denn Jessica ist Projektorin im Human Design und beschreibt damit sehr schön, wie wichtig Anerkennung und passende Einladungen auf dem eigenen Weg sein können.

Gleichzeitig räumt unser Gespräch mit einem verbreiteten Missverständnis auf: Ein Human Design Projektor hat nicht automatisch „keine Energie“. Vielmehr geht es darum, mit den eigenen Ressourcen bewusster umzugehen und wahrzunehmen, wann Energie vorhanden ist und wann Regeneration notwendig wird. Jessica ist eine 3/5-Projektorin mit emotionaler Autorität und hat selbst erfahren, dass ein Leben, das dauerhaft nur auf Leistung ausgerichtet ist, nicht unbedingt zur eigenen Energie passen muss.

Gerade im Business als Projektor wird dieses Thema besonders relevant. Selbstständigkeit kann schnell dazu verführen, ständig noch etwas erledigen, posten, entwickeln oder optimieren zu wollen. Jessica hat deshalb gelernt, sich bewusster mit ihrem persönlichen Energie-Management auseinanderzusetzen und regelmäßige Me-Time in ihren Alltag zu integrieren. Dabei muss Selbstfürsorge nicht immer ein freier Nachmittag oder ein Wellness-Wochenende bedeuten. Manchmal reichen bereits wenige Minuten, in denen die Aufmerksamkeit nicht im Außen liegt, sondern wieder bewusst nach innen wandert.

Diese individuelle Betrachtung von Energie ist auch ein wichtiger Bestandteil meiner Human Design Coaching Ausbildung. Dort lernen wir nicht nur die grundlegenden Eigenschaften von Generatoren, Manifestierenden Generatoren, Projektoren, Manifestoren und Reflektoren kennen, sondern betrachten die gesamte Human Design Chart. Strategie, Autorität, Center, Profil, Tore und Kanäle helfen dabei, wesentlich differenzierter zu verstehen, wie ein Mensch Entscheidungen trifft, arbeitet und mit seiner Energie umgehen kann. Gerade wenn du Human Design später im Coaching einsetzen möchtest, reicht eine pauschale Beschreibung des Energietyps deshalb nicht aus.

Ein weiterer wichtiger Teil unseres Interviews dreht sich um Mut und Selbstständigkeit. Jessica erzählt davon, wie schwierig es zunächst war, einen sicheren und gut bezahlten Job aufzugeben und auf Weltreise zu gehen. Gedanken darüber, was andere denken könnten oder ob sie später wieder einen Job finden würde, waren selbstverständlich vorhanden. Geholfen hat ihr damals ein einfacher Gedanke: Man muss nicht permanent mutig sein, manchmal reichen wenige Sekunden Mut für eine Entscheidung, die anschließend vieles verändert.

Diese Erfahrung hat ihr später auch weitere Entscheidungen erleichtert, beispielsweise erneut Deutschland zu verlassen und nach Costa Rica zu gehen. Je öfter wir erleben, dass nach einem mutigen Schritt neue Möglichkeiten entstehen, desto stärker kann das Vertrauen in den eigenen Weg werden.

Genau darum geht es für mich letztlich auch bei Human Design im Business. Deine Chart soll dir nicht vorschreiben, wie du dein Unternehmen führen musst, sondern dir helfen, deine eigene Arbeitsweise und Energie besser kennenzulernen. In meiner Human Design Coaching Ausbildung verbinden wir dieses Wissen deshalb mit Coaching und Embodiment, damit aus der Theorie eine tatsächlich gelebte Erfahrung entstehen kann.

Vielleicht braucht dein nächster Schritt also nicht noch mehr Druck oder einen perfekten Plan. Vielleicht braucht er etwas mehr Me-Time, ein besseres Verständnis deiner eigenen Energie und genau jene wenigen Sekunden Mut, in denen du dich entscheidest, deinem eigenen Weg zu folgen.


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